Konferenzübersicht

Übersicht über die Leibniz-Konferenzen in revers chronologischer Reihenfolge

Recycling - Ressourcenmanagement als Beitrag zur gesicherten Rohstoffversorgung

Best Western Hotel am Schlosspark, Lichtenwalde
19.05.2016-20.05.2016

Rohstoffe sind die Grundlage jeder industriellen Wertschöpfung. Diese unverrückbare Tatsache war in den letzten Jahrzehnten auch im Industrieland Deutschland fast in Vergessenheit geraten. Erst die tiefgreifenden, dauerhaften Veränderungen an den internationalen Rohstoffmärkten seit Beginn des neuen Jahrtausends und ihre starken Auswirkungen auf die sichere und bezahlbare Rohstoffversorgung, gerade importabhängiger Industriestaaten, haben Rohstofffragen wieder stärker in den Focus von Unternehmen und Politik gerückt.

Zur Bewältigung der komplexen Herausforderungen, die sich aus den technologischen, lagerstättenspezifischen und politischen Entwicklungen im Rohstoffbereich ergeben, sind staatliche und unternehmerische Strategien erforderlich. Ihre Umsetzung bedarf langfristig stabiler, berechenbarer, transparenter Rahmenbedingungen.

Viele Staaten haben in den letzten Jahren derartige Strategien verabschiedet, u. a. die Europäische Union (2008, 2011) und die Bundesrepublik Deutschland (2010). Sie konzentrieren sich auf drei prinzipielle Themenbereiche:

  • den freien, diskriminierungsfreien Zugang zu den internationalen Rohstoffmärkten,
  • die optimale Nutzung einheimischer primärer und sekundärer Rohstoffpotentiale und
  • die bestmögliche Rohstoffeffizienz.

Lösungen für diese vielschichtigen Aufgaben sind nur durch interdisziplinäre Arbeit und internationale Zusammenarbeit zu erreichen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei einer starken, anwendungsorientierten Rohstoff- und Materialforschung zu.

Die 20. Leibnizkonferenz behandelt schwerpunktmäßig das Thema Recycling, das in allen Rohstoffstrategien weltweit ein zentrales Thema ist. National und international sind durch Recycling große Rohstoffpotentiale zu erschließen.

Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien (LIFIS) e.V. und dem Institut für angewandte Photonik e.V. (IAP) vorbereitet. Der Komplexität der Aufgabe entsprechend wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der Geologen, Bergbaufachleute, Materialwissenschaftler, Physiker, Chemiker, Technologen und Maschinenbauingenieure sowie Politikwissenschaftler, Soziologen und Juristen einbezieht. Dabei wird das IAP die Kontakte zu Geologen, Bergbaufachleuten, Physikern und Chemikern aus dem Bereich Prozessanalytik herstellen, über das LIFIS werden weitere Wissenschaftler einbezogen und die Veranstaltung organisatorisch abgesichert.

Digitale Revolution und Industrie 4.0

Fraunhofer-Institut IPMS Dresden
19.03.2015-19.03.2015

Die digitale Revolution ist im Begriff unsere Gesellschaft in einer Weise zu verändern, wie wir das bisher nur von der ersten industrielle Revolution seit über 200 Jahren kennen.

Heute sind die Ergebnisse dieser digitalen Revolution für jeden spürbar, greift sie doch bereits jetzt unübersehbar in unseren Lebens- und Arbeitsstil ein. Vor 50 Jahren waren die ersten Ansätze dieser neuen Technologie nur wenigen Visionären, beteiligten Wissenschaftlern und Technikern vertraut. Dennoch wurde mit der Schaffung einer mikroelektronischen Industriebasis damals bereits die Grundlage für die heutige dominierende Rolle der digitalen Revolution für die dramatische Steigerung der Arbeitsproduktivität in nahezu allen Sphären unserer Gesellschaft gelegt. Auch in der DDR wurden enorme Anstrengungen unternommen, um bei dieser entscheidenden Technologie für die Produktivitätssteigerung Schritt mit dem internationalen Spitzenstand zu halten. Ein entscheidender Meilenstein auf diesem Weg war die Entwicklung eines 1M DRAM-Speichers als Prototyp für eine 1-Mikrometer-CMOS-Technologie, die dem damaligen Weltspitzenstand entsprach. Im März 2015 jährt sich der Entwicklungsabschluss dieses Projektes zum 25-ten Male. Aus diesem Anlass soll die 19. Leibnizkonferenz die Voraussetzungen, Ergebnisse und Folgen dieser Entwicklung analysieren und in einen historischen Kontext stellen.

Durch die an dieser Entwicklung unmittelbar beteiligten Zeitzeugen wird der Zusammenhang zwischen den damaligen wissenschaftlich-technischen Herausforderungen und den heutigen Perspektiven herausgearbeitet. Der Erfolg der Dresdner Mikroelektronik im heutigen europäischen Kontext beruht auch zu einem guten Teil auf dem mit der Entwicklung des 1M DRAM-Speichers geschaffenen Potentials an wissenschaftlich-technischen Kenntnissen, Forschungs- und Entwicklungsmethoden sowie personellen Ressourcen.

Sensorsysteme 2014

Best Western Hotel am Schlosspark, Lichtenwalde
16.10.2014-17.10.2014

Die Konferenz über Sensorsysteme findet im Zweijahresrhythmus bereits zum fünften Mal statt. Die vorangegangenen Konferenzen haben den interdisziplinären Dialog über dieses Zukunftsthema befördert und lebhaftes Interesse bei den Teilnehmern und darüber hinaus gefunden. Ermutigt durch die positive Resonanz des Fachpublikums möchte das LIFIS diese Tradition mit der 18. Leibniz–Konferenz im Oktober 2014 fortsetzen.

Die vorangegangenen Leibniz-Konferenzen über Sensorsysteme haben die stürmische Entwicklung der Sensorsysteme in Richtung Miniaturisierung, Leistungssteigerung, neuer Wirkprinzipien, Interkonnektivität und Anwendungsvielfalt an vielen Beispielen eindrucksvoll dokumentiert. In immer mehr Bereichen menschlicher Tätigkeit wie in der Gebäude-, Verkehrs- und Industrieautomatisierung, in der Medizintechnik, in der Logistik, im Sicherheitsbereich, in der Militärtechnik, in der Umwelttechnologie und -überwachung sowie der Präzisionslandwirtschaft haben diese technischen „Sinnesorgane“ zu enormen Produktivitätssteigerungen, Qualitätsverbesserungen, Kostensenkungen und teilweise völlig neuen Lösungen für komplexe Entwicklungsprobleme geführt.

Dazu sind insbesondere in LIFIS-Online in den letzten Jahren einige hochinteressante Beiträge von Teilnehmern der Leibniz-Konferenzen und darüber hinaus in unserer Online-Zeitschrift „LIFIS Online“ veröffentlicht worden.

Der Markt für Sensorsysteme bleibt ein Wachstumstreiber für die Industrie mit weit überdurchschnittlichen Wachstumsraten. Ökonomische, juristische und ethische Probleme, die sich mit der wachsenden Anwendung immer leistungsfähigerer Sensorsysteme in einem Massenmarkt ergeben, sind vorausschauend zu diskutieren und dafür geeignete Lösungen vorzuschlagen.

Die Breite und Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von Sensorsystemen ist sehr groß und wird ständig größer. Das öffnet ein weites Feld für Innovationen, insbesondere an den Schnittstellen unterschiedlicher Fachdisziplinen. Dies zu initiieren und zu fördern ist in Fortsetzung der vorangegangen Leibniz-Konferenzen das hauptsächliche Ziel auch der diesjährigen Konferenz „Sensorsysteme 2014“.

Life Science Day 2013

Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin
24.10.2013

Mit der 17. Leibnizkonferenz, zugleich Life Science Day 2013 würdigt das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien den 60. Jahrestag der Entdeckung der DNA, dem zentralen Molekül der Genomforschung. Diese Entdeckung in der Molekularbiologie war grundlegend für die heutige Biomedizin und ist von unendlich großer Bedeutung für die menschliche Gesellschaft. Moderne Medizin ist heute ohne Genomforschung nicht mehr denkbar. Die ausgewählten Referenten für diese eintägige Tagung repräsentieren den aktuellen Stand der unterschiedlichen Gebiete der heutigen Genomforschung. Die Vorträge ergeben einen Überblick über die verschiedenen Formen und die Bedeutung von DNA und RNA, moderne Trends in der Auswertung von Gendaten, die Nutzung der Ergebnisse für Biologie, Medizin, Gesellschafts- und Ingenieurwissenschaften. Themen sind z. B. Neanderthaler-Genom, mitochondriale DNA, Genexpression und nichtkodierende RNA, das Humane Genomprojekt, Evolutionäre Genetik, DNA-Nanomaschinen, Amplifikationstechniken, Next-Generation-Sequenzierung, Genetischer Fingerabdruck, Personal Genomics, DNA-Medikamente, Stammzellen und Konservierung von Tiergenomen.

Am Vorabend der 17. Leibnizkonferenz – „Life Science Day 2013“ besteht für alle Interessierten die Möglichkeit einer Führung durch das Museum für Naturkunde Berlin mit Besuch der Sonderausstellung „60 Jahre DNA“ und der Besichtigung des weltberühmten Saurierskeletts, als Zeugnis der Schöpfungskraft prähistorischer DNA.

Stadtökologie 2013. Urbanisierung und Klimawandel

Berlin Forum Adlershof
17.10.2013-18.10.2013

In Europa leben 80 % der Menschen in Städten. Aber auch in den Schwellenländern nimmt der Anteil der Stadtbevölkerung schnell zu. Weltweit setzt sich der Urbanisierungsprozess gegenwärtig mit großer Dynamik fort. Die Bevölkerung in städtischen Räumen wächst derzeit wöchentlich um mehr als 1 Mio. Pro Sekunde ziehen zwei Menschen vom Land in die Stadt. Innerhalb einer Woche entspricht das der Bevölkerung von München. Eines der größten Probleme der schnell wachsenden Städte ist die Versorgung mit Energie und der effiziente Umgang mit Energie.

Das Wachstum der Landbevölkerung wird hingegen im globalen Durchschnitt voraussichtlich bereits vor dem Jahr 2020 stagnieren; das dann verbleibende Nettobevölkerungswachstum wird überwiegend in Städten stattfinden. Das führt zu ökologischen Problemen in den Städten, die durch den Klimawandel verschärft werden, und die ihrerseits Einfluss auf den Klimawandel haben. Die Sicherung gesunder Lebensbedingungen und einer hohen Lebensqualität ist eine entscheidende gesellschaftliche Aufgabe, die in ihrer Wechselwirkung zwischen Urbanisierung und Klimawandel auf dieser Leibnizkonferenz interdisziplinär diskutiert wird. Berlin ist eine Modellstadt für den ökologischen Stadtumbau. Deshalb findet die 16. Leibnizkonferenz nicht am traditionellen Standort Lichtenwalde sondern in Berlin statt.

Entscheidend für das Verständnis der aktuellen und künftigen Probleme ist der interdisziplinäre Ansatz, der die Anpassung der Stadtentwicklung, des Städtebaus und der städtischen Lebensprozesse an die Erfordernisse ökologischer Verträglichkeit untersucht und konkrete Handlungsansätze für den ökologischen Stadtumbau in Zeiten des Klimawandels entwickelt. Ziel ist die umweltorientierte Weiterentwicklung des modernen Städtebaus durch die Beachtung von ressourcensparenden, umweltschonenden und sich selbst regelnden Kreisläufen. Dazu werden im Rahmen dieser Leibnizkonferenz sowohl der aktuelle wissenschaftlichen Stand zur Kulturlandschaft unter den Bedingungen des Wandels, als auch Best-Practice-Beispiele für den ökologischen Stadtumbau diskutiert.

Stadtökologie bedeutet in diesem Zusammenhang die Erforschung urbaner Lebensräume mit den Ansätzen und Methoden der ökologischen Forschung, die Untersuchung von Lebensräumen und Biotoptypen, die spezifisch in Städten vorkommen bzgl. Vegetation und Fauna. Anwendungen bestehen in Bezug auf Grünplanung und -gestaltung in Städten, auf Naturerfahrung und Naturerlebnis sowie auf Naturschutz städtischer Lebensräume. Den Problemen, denen sich Megastädte stellen müssen, sehen sich auch mittelgroße deutsche Städte gegenüber. So ist das Transportsystem eines der dringendsten Aufgaben und zwar innerhalb der Städte und zwischen diesen.

Die besondere Herausforderung für den Klimaschutz besteht darin, dass die Verknüpfung von rasanter Verstädterung und zunehmendem Wohlstand ohne Umlenkung in klimaverträgliche Bahnen eine erhebliche Verstärkungswirkung auf den Klimawandel entfalten kann. Nachhaltige Stadtentwicklung in den am wenigsten entwickelten Ländern muss daher wesentlich an der Verbesserung der Lebensbedingungen der Stadtbewohner ansetzen, sollte dabei aber von Anfang an mit Blick auf den Klimawandel Anpassungs- und Vermeidungsziele berücksichtigen. Städte sind nicht nur Treiber des Klimawandels, sie sind auch davon betroffen. Siedlungen sind besonders in Küstenzonen konzentriert und daher zunehmend von den Folgen des gestiegenen Meeresspiegels betroffen. Alle Städte müssen nachhaltige Systeme schaffen, nicht allein aus Kostengründen.

Die Konferenz will einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der weltweiten Umwelt- und Lebenssituation in den Städten leisten.

Erneuerbare Energien 2013. Neue Ideen für das Solarzeitalter

Berlin Forum Adlershof
02.05.2013-03.05.2013

Klimawandel und absehbare Erschöpfung der Ressourcen an fossilen Brennstoffen sowie der beschlossene Ausstieg aus der Atomenergienutzung in Deutschland haben zum anspruchsvollen Vorhaben der Energiewende geführt, die auf erneuerbaren Energieressourcen, Energieeffizienz und Energieeinsparung aufbaut. Dieses Vorhaben ist offensichtlich in Turbulenzen geraten. Die wissenschaftlich-technische und wirtschaftliche Gestaltung dieser neuen Energiestrategie ist eine wahrhaft interdisziplinäre Herausforderung. Davon sind Aspekte der direkten Elektroenergieerzeugung durch Photovoltaik mit der Konsequenz von notwendigen preiswerten und effektiven Energiespeichern sowie intelligenten Netzen ebenso betroffen wie die thermische Nutzung von Solarenergie, für Windkraftanlagen, die Nutzung von Biomasse wie auch die solare Stoffwandlung. Schließlich reichen Gestaltungsvoraussetzungen wie die Konsequenzen des bevorstehenden Energiewandels bis in die persönliche Lebenssphäre jedes Bürgers. Das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien führt deshalb die seit 2006 nunmehr vierte Konferenz über die Probleme des Solarzeitalters mit dem Schwerpunkt der erneuerbaren Energien durch, um eine Plattform für den interdisziplinären Dialog unter Experten der verschiedensten Gebiete zu bieten. Mit der 15. Leibnizkonferenz werden alle Teilbereiche der Energiewende in ihrem Zusammenhang und interdisziplinär übergreifend diskutiert, um auch die vielfältigen Betätigungsfelder für KMU zu verdeutlichen, die sich aus diesem größten Konjunkturprogramm der letzten Jahrzehnte ergeben.

Gegenstand der Konferenz ist der aktuelle Stand und die absehbare Entwicklung der Nutzung der Solarenergie für die photovoltaischen, thermischen und alle weiteren auf Sonnenenergie beruhenden Verfahren der Stromerzeugung sowie der solaren Stoffwandlung mit dem Ziel der Speicherung der Sonnenenergie.

Die für die Nutzung der solaren Elektroenergie besonders interessanten Aspekte der Speicherung von Wärme und der stofflichen Speicherung von Energie (Wasserstoff und Kohlenwasserstoffe), des optimalen Energiemixes sowie des intelligenten Netzmanagements sind ebenso Gegenstand der Diskussion wie die gesellschaftlichen Aspekte dieser technologischen Entwicklung.

Die Leibnizkonferenz findet diesmal nicht am traditionellen Standort Lichtenwalde statt, sondern auf dem Gelände des Wissenschafts- und Technologieparks Berlin-Adlershof, wo im April 2013 ein neues Technologiezentrum für Firmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien eingeweiht wird. Dieses „Zentrum für Photovoltaik und Erneuerbare Energien“ verfügt über eine Fläche von 8.000 m², davon 2.800 m² Labor-, 2.000 m² Produktions-, 400 m² Werkstatt- und 1.800 m² Bürofläche und über eine hoch ausgerüstete technische Infrastruktur, die ideale Voraussetzungen für Forschung-, Entwicklung und Produktion darstellt. Im Rahmen der Konferenz besteht die Möglichkeit, das Gebäude zu besichtigen.

Sensorsysteme 2012

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18.10.2012-19.10.2012

Die Konferenz über Sensorsysteme findet im Zweijahresrhythmus bereits zum vierten Mal statt. Die vorangegangenen Konferenzen haben den interdisziplinären Dialog über dieses Zukunftsthema befördert und lebhaftes Interesse bei den Teilnehmern und darüber hinaus gefunden. Ermutigt durch die positive Resonanz des Fachpublikums möchte das LIFIS diese Tradition mit der 14. Leibniz-Konferenz – wiederum in Lichtenwalde – im Oktober 2012 fortsetzen.

Sensorsysteme haben in den vergangenen Jahren, wie erwartet, eine weitere stürmische Verbreitung gefunden. In immer mehr Bereichen menschlicher Tätigkeit – wie der Gebäude-, Verkehrs- und Industrieautomatisierung, der Medizintechnik, Logistik, im Sicherheitsbereich, in der Militärtechnik, Umwelttechnologie und -überwachung sowie der Präzisionslandwirtschaft – haben diese technischen „Sinnesorgane“ zu enormen Produktivitätssteigerungen, Qualitätsverbesserungen, Kostensenkungen und teilweise völlig neuen Lösungen für komplexe Entwicklungsprobleme geführt. Aktuell stellen die Themen Energie – sowohl im Hinblick auf Energieeinsparungen, z.B. in der Gebäudeautomatisierung, als auch in der Optimierung der Energiebereitstellung, speziell für erneuerbare Energien – sowie Elektromobilität große Herausforderungen dar.

Der hohe Grad an Interdisziplinarität, der mit der weiteren Entwicklung und Verbreitung von Sensorsystemen einhergeht, wird deutlich, wenn man die wechselseitige Durchdringung von Sensorsystemen mit so hochaktuellen Gebieten wie Mikrosystemtechnik, Smart Systems, Nano- und Biotechnologie betrachtet. Dazu sind insbesondere in LIFIS ONLINE (www.lifis-online.de) in den letzten Jahren einige hochinteressante Beiträge von Teilnehmern der Leibniz-Konferenzen veröffentlicht worden.

Der Markt für Sensorsysteme bleibt ein „Wachstumstreiber“ für die Industrie mit weit überdurchschnittlichen Wachstumsraten. Die weitere Entwicklung dieses Marktes erfordert heute und zukünftig vielfältige wissenschaftliche Vorleistungen einer ganzen Reihe technisch-naturwissenschaftlicher Fachgebiete, aber auch den gesellschaftlichen Diskurs über die Voraussetzungen und Konsequenzen dieser Technologie für die Gesellschaft. Juristische, ethische und ökonomische Probleme, die sich mit der wachsenden Anwendung immer leistungsfähigerer Sensorsysteme ergeben, sind vorausschauend zu diskutieren und dafür geeignete Lösungen vorzuschlagen.

Die Breite und Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von Sensorsystemen ist groß und vergrößert sich zunehmend. Der Markt ist daher sehr fragmentiert; das bietet jedoch ausgezeichnete Chancen für hoch spezialisierte kleine und mittelständische Unternehmen. An die Entwicklung der System- und Netzwerkkomponenten werden ständig neue Anforderungen gestellt: minimale Herstellungs- und Betriebskosten, zeitlich nahezu unbegrenzter energieautarker Betrieb, höchste Zuverlässigkeit und Sicherheit sowie minimale Baugröße und minimaler Energieverbrauch – Forderungen, die für den wirtschaftlichen Erfolg von Sensorsystemen entscheidend sind. Deshalb werden vielfältige Entwicklungen für Miniatursensoren, extrem energiesparende Hard- und Software-Lösungen, autarke Energiegeneratoren und selbstorganisierende Netzwerke weltweit energisch vorangetrieben. Das öffnet ein weites Feld für Innovationen, insbesondere an den Schnittstellen unterschiedlicher Fachbereiche und -disziplinen. Dies in Fortsetzung der vorgegangenen Leibniz-Konferenzen zu initiieren und zu fördern ist der hauptsächliche Zweck auch der 14. Leibnizkonferenz.

Nanoscience 2012

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26.04.2012-27.04.2012

Die Nanotechnologie ist eine der fünf Key Enabling Technologies (KETs), die die Europäische Kommission für den nächsten Zeitraum identifiziert hat. Nanotechnologien finden heute in einer sehr breiten Palette von Produkten Eingang und führen häufig zu gravierenden Verbesserungen der technischen und ökonomischen Parameter traditioneller Produkte sowie zur Schaffung völlig neuer Produkte, die ohne die Nanotechnologien nicht denkbar wären. Gegenwärtige Hauptanwendungen der Nanowissenschaften liegen auf den Gebieten der Medizin, Elektronik und Energietechnik. In gemeinsamer Beratung zwischen Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik soll auf ausgewählten Themenfeldern diskutiert werden, wie Ergebnisse aus der Forschung möglichst effektiv und schnell zur Anwendung gebracht werden können. Dazu sollen Vorschläge und Beispiele herangezogen werden sowie der interdisziplinäre Dialog als eine der Triebfedern für Innovationen befördert werden.

Kognitionstechnologien 2011

Kultur- und Business-Center der Viethaus AG
07.12.2011-08.12.2011

Die 12. Leibniz-Konferenz „Kognitionstechnologien 2011“ folgt Intensionen und Diskussionen der 8. Leibniz-Konferenz „Wissenschaft im Kontext Interdisziplinarität und Transdisziplinarität in Theorie und Praxis“.

Ihre Teilnehmer empfahlen, das Themenfeld Kognitionstechnologien in den theoretisch und praktisch exponierten, inter- und transdisziplinären Problemcluster „Wissenschaft im Kontext“ aufzunehmen und den ‚Kognitionstechnologien‘ eine eigene Leibniz-Konferenz zu widmen.

Im Zusammenhang mit der Kognition und engstens mit der wissenschaftlich-technischen und gesellschaftlichen Entwicklung verbunden, rücken zahlreiche theoretische sowie praktische Probleme und Fragen ins Zentrum des Interesses der Wissenschaft, der Technik, der Gesellschaft und der Menschen. Über diese Entwicklungen und ihre detaillierte Ausgestaltung wird in den Beiträgen und Diskussionen zu befinden sein, um Mahnern und Optimisten sachgerechte und sachdienliche Orientierungen und Anregungen für die Theorie und die Praxis vermitteln zu können.

Dazu soll die gemeinsam vom Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien (LIFIS) und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin geplante 12. Leibniz-Konferenz gleichermaßen Forum für Praktiker aus der Wirtschaft und der Politik sowie der Institution Wissenschaft, der Kultur, der Kunst, dem Bildungswesen, der IuK-Community und der kognitiven Ergonomie bilden. Zudem soll in den Dialogen und Disputen der Rahmen für mögliche Folgekonferenzen skizziert werden.

Solarzeitalter 2011

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12.05.2011-13.05.2011

Klimawandel und absehbare Erschöpfung der Ressourcen an fossilen Brennstoffen legen dringend eine neue Energiepolitik nahe, die auf erneuerbaren Energieressourcen aufbaut. Im Zentrum dieser neuen Energiestrategie steht die Solarenergie in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen. Die Nutzung der Solarenergie als eine Hauptquelle der Energieversorgung im 21. Jahrhundert ist eine wahrhaft interdisziplinäre Herausforderung. Davon sind Aspekte der direkten Elektroenergieerzeugung durch Photovoltaik mit den Konsequenzen preiswerter und effektiver Energiespeicher sowie intelligenter Netze ebenso betroffen wie die thermische Nutzung von Solarenergie und die solare Stoffwandlung. Schließlich reichen die Konsequenzen des bevorstehenden Energiewandels bis in die persönliche Lebenssphäre jedes Bürgers. Das Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien führt deshalb die seit 2006 nunmehr dritte Konferenz über die Probleme des Solarzeitalters durch, um eine Plattform für den interdisziplinären Dialog unter Experten der verschiedensten Gebiete zu bieten.

Gegenstand der Konferenz ist der aktuelle Stand und die absehbare Entwicklung der Nutzung der Solarenergie für die photovoltaische und thermische Stromerzeugung und der solaren Stoffwandlung mit den Zielen der chemischen Speicherung der Sonnenenergie durch solarthermische Hochtemperaturprozesse, der Gewinnung von Chemieprodukten aus Biomasse, der gezielten Synthese von hochwertigen Chemikalien sowie die Entgiftung und Wiederaufbereitung von Industrieabfällen und anderer Umwelt relevanter Aufgaben durch photo-chemische und photokatalytische Prozesse. Von Interesse ist gleichfalls der Ersatz fossiler Energie in stark endothermen, konventionellen chemischen Prozessen durch Solarenenergie.

Die für die Nutzung der solaren Elektroenergie besonders interessante Aspekte der Speicherung von Wärme und Elektroenergie, des optimalen Energiemixes sowie des intelligenten Netzmanagements sind ebenso Gegenstand der Diskussion wie die gesellschaftlichen Aspekte von „smart grids“ und „smart metering“.

Sensorsysteme 2010. Sensornetzwerke - Stand der Forschung und Konsequenzen für die Gesellschaft

Best Western Hotel am Schlosspark, Lichtenwalde
07.10.2010-08.10.2010

Die Konferenz über Sensorsysteme findet im Zweijahresrhytmus bereits zum dritten Mal statt. Die vorangegangenen Konferenzen haben den interdisziplinären Dialog über dieses Zukunftsthema befördert und lebhaftes Interesse bei den Teilnehmern und darüber hinaus gefunden. Ermutigt durch die positive Resonanz des Fachpublikums setzs das LIFIS diese Tradition mit der 10. Leibniz-Konferenz im Oktober 2010 fort.

Sensorsysteme haben in den vergangenen Jahren, wie erwartet, eine weitere stürmische Verbreitung gefunden. In immer mehr Bereichen menschlicher Tätigkeit – wie der Gebäude-, Verkehrs- und Industrieautomatisierung, der Medizintechnik, Logistik, im Sicherheitsbereich, in der Militärtechnik, Umwelttechnologie und -überwachung sowie der Präszisionslandwirtschaft – haben diese technischen „Sinnesorgane“ zu enormen Produktivitätssteigerungen, Qualitätsverbesserungen, Kostensenkungen und teilweise völlig neuen Lösungen für komplexe Entwicklungsprobleme geführt.

Der hohe Grad an Interdisziplinarität, der mit der weiteren Entwicklung und Verbreitung von Sensorsystemen einhergeht, wird deutlich, wenn man die wechselseitige Durchdringung von Sensorsystemen mit so hochaktuellen Gebieten wie Mikrosystemtechnik, Smart Systems, Nano- und Biotechnoloige betrachtet. Dazu sind insbesondere in unserer Online-Zeitschrift LIFIS ONLINE in den letzten Jahren einige hochinteressante Beiträge von Teilnehmern der Leibniz-Konferenzen veröffentlicht worden.

Der Markt für Sensorsysteme bleibt ein „Wachstumstreiber“ für die Industrie mit weit überdurchschnittlichen Wachsumsraten. Die weitere Entwicklung dieses Marktes erfordert heute und zukünftig vielfältige wissenschaftliche Vorleistungen einer ganzen Reihe technisch-naturwissenschaftlicher Fachgebiete, aber auch den gesellschaftlichen Diskurs über die Voraussetzungen und Konsequenzen dieser Technologie für die Gesellschaft. Juristische, ethische und ökonomische Probleme, die sich mit der wachsenden Anwendung immer leistungefähigerer Sensorsysteme ergeben, sind vorausschauend zu diskutieren und dafür geeignete Lösungen vorzuschlagen.

Die Breite und Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von Sensorsystemen ist groß und vergrößert sich zunehmend. Der Markt ist daher sehr fragmentiert; das bietet jedoch ausgezeichnete Chancen für hoch spezialisierte klein- und mittelständische Unternehmen. An die Entwicklung der System- und Netzwerkkomponenten werden ständig neue Anforderungen gestellt: nach minimalen Herstellungs- und Betriebskosten, zeitlich nahezu unbegrenztem energieautarken Betrieb, höchster Zuverlässigkeit und Sicherheit sowie minimaler Baugröße und minimalem Energieverbrauch – Forderungen, die für den wirtschaftlichen Erfolg von Sensorsystemen entscheidend sind. Deshalb werden heute bereits vielfältige Entwicklungen für Miniatursensoren, extrem energiesparende Hard- und Software-Lösungen, autarke Energiegeneratoren und selbstorganisierende Netzwerke betrieben. Das öffnet ein weites Feld für Innovationen, insbesondere an den Schnittstellen unterschiedlicher Fachbereiche und -disziplinen.

Intelligente Logistik 2009. Informationssysteme und Logistik

Europäisches Bildungsinstitut INSE GmbH
03.12.2009

In der Industrie führt der allgemeine Trend zur Reduzierung der Fertigungstiefe zu Unternehmensnetzwerken, in denen überaus komplexe Informations- und Teileströme entstehen. Für die effiziente Steuerung von Produktion und Logistik entstehen daher bei der Verfolgung von Teilen, Baugruppen und Systemkomponenten sowie bei der Rückverfolgung dieser Objekte erhöhte Anforderungen. Der Einsatz der RFID-Technik ist eine vielversprechende Option für die Lösung dieser Aufgaben. Ohne eine integrierte Informationsverarbeitung sind moderne Logistiksysteme nicht mehr zu koordinieren. Dies führt zu hochgradig vernetzten und alle Prozesse durchdringenden IT-Lösungen. Intelligente Objekte können künftig selbst die Steuerung der Logistik übernehmen – mit noch nicht abzusehenden Konsequenzen für die Produktionsgestaltung.

Für intelligente Logistiksysteme sind neben den Aspekten, die sich durch den Einsatz der neuen Technologie ergeben, technische und organisatorische Voraussetzungen zu schaffen, um den wachsenden Anforderungen hinsichtlich Mensch-Technik-Wechselwirkungen, der ökologischen Nachhaltigkeit und der Beachtung kultureller Aspekte der Globalisierung gerecht zu werden.

Intelligente Logistiklösungen berühren nahezu jeden Lebensbereich unserer modernen Gesellschaft. Neue Technologien in der Logistik und darauf abgestimmte organisatorische Lösungen werden anlässlich dieser Leibniz-Konferenz des LIFIS diskutiert. Damit bietet die Konferenz ein interdisziplinäres Forum für die Darstellung und Diskussion von Entwicklungstendenzen, welche die absehbare Zukunft unserer Gesellschaft wesentlich bestimmen werden.

Nanoscience 2009. Konvergenzen von Nanoscience und Bioscience. 1. Deutsch-Russisches Symposium zur Nanobiotechnologie

Best Western Hotel am Schlosspark, Lichtenwalde
15.10.2009-17.10.2009

Die Nanotechnologie gilt – neben der Informationstechnologie – als eine der wesentlichen Grundlagen für die wissenschaftlich-technischen, ökonomischen, aber auch sozialen Umgestaltungen der nächsten Jahre. Die 9. Leibniz-Konferenz soll an Beispielen aus der biologischen Forschung und ihren natürlichen sowie technischen Pendants die technologi-schen und ethischen Potentiale und Risiken nanotechnolgischer Entwicklunmgen progresssiv und kritisch beleuchten. Vertreter der Naturwissenschaften (insbesondere der Biowissenschaften, Physik, Mahematik, Materialwissenschaften), nicht zuletzt der Technikwissenschaften (beispielsweise der Elektronik, der Biotechnologie, dem Automobilbau und anderen anwendungsorientierten Fachgebieten) aus Deutschland und Russland sollen das nanotechnologischen Potential von Biomolekülen und die Nutzung diesbezüglicher Erkenntnisse in technischen Anwendungen für die menschliche Gesellschaft skizzieren.

Schwerpunkte der Leibniz-Konferenz waren:

  • Nanoeffekte, Nanomaterialien und Nanosensoren,
  • Nanokomponenten und -systeme in Biologie und Technik,
  • Selbstorganisation in makromolekularen und kolloidalen Systemen,
  • Bioverträglichkeit/Nanotoxizität und Zuverlässigkeit von Nanokomponenten,
  • Bioinformatorische Herausforderung und Potential der Genomforschung,
  • Genomprojekt und Personal Genomics,
  • Nanoapplikationen in Biomedizin und klinischer Diagnostik.

Wissenschaft im Kontext 2009. Inter- und Transdisziplinarität in Theorie und Praxis

Media-City Adlershof
18.05.2009-19.05.2009

In den letzten Jahrzehnten drängen sich zunehmend theoretische und praktische Probleme in den Vordergrund, die Prozesse der Gewinnung und Umsetzung einer wachsenden Vielzahl und Vielfalt wissenschaftlicher Erkenntnisse in alle Bereiche und Nutzungsformen der Gesellschaft umfassen.

Diese Probleme betreffen die Institution Wissenschaft – mit ihren Funktionen Bildung, For-schung und Entwicklung – insbesondere bezogen auf die

  • Prioritäten ihres Wirkens,
  • institutionelle Autonomie,
  • effektiven inneren Organisationsstrukturen und Kooperationsformen,
  • innerwissenschaftliche und gesamtgesellschaftliche Bewertung von Strategien und Ergebnissen,
  • tatsächlich wahrnehmbare Verantwortung der Wissenschaftler für die schnelle, fort-schrittsfördernde und humanistische Nutzung der Ergebnisse,
  • optimale Gestaltung der Überführungsprozesse in die gesellschaftliche Praxis,
  • Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft sowie der Politikberatung.

Die Wissenschaft steht – trotz aller Eigengesetzlichkeiten – in dialektisch verbundenen und politischen, ökonomischen, ökologischen, sozialen, ethischen und geistig-kulturellen Kontexten. Zu ihren maßgebenden Pflichten gehört, die relevanten Problemstrukturen zu analysieren, zu erörtern, der Öffentlichkeit nahe zu bringen, Lösungsansätze anzubieten – zumindest aber praktikable Wege zu skizzieren und effektiv zu begleiten.

Ausgehend von

  • den Erfahrungen aus bislang sieben Leibniz-Konferenzen „of advanced science“,
  • den Erwartungen der Teilnehmer dieser Konferenzen aus Wissenschaft und Wirtschaft und
  • bestimmt von den Maximen sowie Methoden der Inter- und Transdisziplinarität,
soll die gemeinsam vom Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien (LIFIS) und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin geplante 8. Leibniz-Konferenz gleichermaßen Forum für Praktiker wie Theoretiker bilden.

Sensorsysteme 2008 - Sensornetzwerke, Stand der Forschung, Konsequenzen für die Gesellschaft

Best Western Hotel am Schlosspark, Lichtenwalde
16.10.2008-18.10.2008

Die Konferenz – in der Nachfolge der 3. Leibniz-Konferenz vom Oktober 2006 – bildet eine Plattform für den interdisziplinären Dialog über das weit gespannte Thema Sensorsysteme.

Sensorsysteme, insbesondere drahtlose Sensorsysteme, finden zunehmend Verbreitung in immer mehr Bereichen menschlicher Tätigkeit – in der Gebäude-, Verkehrs- und Industrieautomatisierung, in der Medizintechnik u.a. zur Patientenüberwachung, im Sicherheitsbereich, in der Militärtechnik ebenso wie bei der Umweltüberwachung und der Präzisionslandwirtschaft.

Als Folge der enormen Produktivitätsschübe, die mit dieser Technik möglich werden, beginnt sich ein Massenmarkt für Produkte der Sensorsystemtechnik zu entwickeln, der das Potential hat, die bisherigen „Volumentreiber“ für elektronische Massenproduktionen –Personalcomputer und Mobiltelefone – um wenigstens zwei Größenordnungen zu übertreffen. Ein Markt, der aber zugleich durch die enorme Breite und Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten sehr fragmentiert ist und ausgezeichnete Chancen für hoch spezialisierte KMUs bietet.

Zugleich werden völlig neue Herausforderungen an die Entwicklung der Komponenten, aus denen Sensornetzwerke bestehen, gestellt. Diese Herausforderungen ergeben sich aus den für den wirtschaftlichen Erfolg solcher Systeme notwendigen Forderungen nach minimalen Herstellungs- und Betriebskosten, zeitlich nahezu unbegrenztem energieautarken Betrieb, höchster Zuverlässigkeit und Sicherheit sowie minimaler Baugröße und minimalem Energieverbrauch. Deshalb werden heute bereits vielfältige Entwicklungen für Miniatursensoren, extrem energiesparende Hard- und Softwarelösungen, autarke Energiegeneratoren und selbstorganisierende Netzwerke in großer Breite betrieben.

Die im Jahr 2006 veranstaltete 3. Leibnizkonferenz, die diesem Thema gewidmet war, hat ein ausgezeichnetes Forum für die lebhafte Diskussion des aktuellen Standes der Entwicklung auf diesem Gebiet und seiner Perspektiven geboten. Im Vordergrund stand dabei der interdisziplinäre Ansatz, der so charakteristisch für Sensorsysteme ist. Daher öffnet die auf Sensorsystemen beruhende „ubiquitäre Elektronik“ (auch als „ambient intelligence“ bezeichnet) ein weites Feld für Innovationen, insbesondere an den Schnittstellen unterschiedlicher Fachdisziplinen. Dies zu initiieren und zu fördern ist das hauptsächliche Ziel auch der diesjährigen Leibniz-Konferenz „Sensorsysteme 2008“. Überdies liegt ein wesentlicher Schwerpunkt auf dem Gebiet der Energieeinsparung in Sensorsystemen und mit Hilfe von Sensorsystemen. Die volkswirtschaftlichen Reserven auf diesem Gebiet sind ebenso exorbitant wie die Herausforderungen beim Erreichen dieser Ziele.

Solarzeitalter 2008 - Erneuerbare Energien und Materialien. Visionen, Probleme, Perspektiven

Best Western Hotel am Schlosspark, Lichtenwalde
15.05.2008-17.05.2008

Die 6. Leibniz-Konferenz steht konzeptionell in der Nachfolge der 2. Leibniz-Konferenz – SOLARZEITALTER 2006 – die im Mai 2006 in Lichtenwalde stattfand. Stand damals die Stoffproduktion im Solarzeitalter im Vordergrund, soll das Programm im Mai 2008 umfassender die Erneuerbaren Energien und Materialien beinhalten, wobei neben den Visionen und Perspektiven zugleich die Probleme ihrer realen Entwicklung sowie Wege zu ihrer Lösung Gegenstände von Vorträgen und Diskussionen sein sollen. In Übereinstimmung mit dem Grundanliegen des LIFIS, den wissenschaftlichen und ökologisch-sozialen Fortschritt interdisziplinär zu analysieren, sind Beiträge von Vertretern der Natur- und Technikwissenschaften sowie von Sozial- und Geisteswissenschaftlern erwünscht.

Nanoscience 2007

Best Western Hotel am Schlosspark, Lichtenwalde
18.10.2007-20.10.2007

Die Tagung ist ein Forum für den Dialog zum Thema „Nano“ – zu aktuellen Entwicklungen, Trends, Möglichkeiten und zu potentiellen Risiken der „Nanowissenschaften“.

Der interdisziplinäre Charakter der Konferenz kommt durch Teilnahme von Vertretern der Naturwissenschaften (insbesondere Physik, Materialwissenschaften, Biowissenschaften) aber zugleich von Vertretern der Ingenieurwissenschaften (z.B. Elektronik, Automobilbau und mehreren anwendungsorientierten Fachgebiete) zum Ausdruck.

Wie bereits zur „Nanoscience 2005“ werden folgende Schwerpunkte behandelt:

  • Nanoeffekte; vorrangig bezogen auf Elektronik, Photonik und Biologie
  • Nanomaterialien
  • Nanosysteme
und darüber hinaus:
  • Zuverlässigkeit von Nanokomponenten („Nanoreliability“)
  • Nanowissenschaften und Gesellschaft
  • Nanowissenschaften – Risiken und Sicherheit („Nanosecuritiy“)

Sensorsysteme 2006 - Sensornetzwerke, Stand der Forschung, Konsequenzen für die Gesellschaft

Best Western Hotel am Schlosspark, Lichtenwalde
12.10.2006-14.10.2006

Sensorsysteme – insbesondere drahtlose Systeme – finden zunehmend Verbreitung in den unterschiedlichsten Gebieten menschlicher Tätigkeit, beispielsweise in der Gebäude-, Verkehrs- und Industrieautomatisierung, in der Medizin u.a. zur Patientenüberwachung, im Sicherheitsbereich, der Militärtechnik, bei der Umweltüberwachung und der Präzisionslandwirtschaft.

Durch die enormen Produktivitätsschübe, die mit dieser Technik möglich werden, beginnt sich ein Markt für die Produkte der Sensorsystemtechnik zu entwickeln, der das Potential hat, die bisherigen Volumentreiber für die elektronische Massenproduktion – Personalcomputer und Mobiltelefone – um wenigsten zwei Größenordnungen zu übertreffen. Ein Markt, der wegen der Breite und Vielfalt von Anwendungsmöglichkeiten sehr fragmentiert ist und daher erhebliche Chancen für hoch spezialisierte klein- und mittelständische Unternehmen bietet.

Zugleich wachsen Ansprüche an die Entwicklung der Komponenten solcher Sensornetzwerke. Diese ergeben sich aus den für einen wirtschaftlichen Erfolg entscheidenden Voraussetzungen – wie minimale Herstellungs- und Betriebskosten, zeitlich nahezu unbegrenzter energieautarker Betrieb, höchste Zuverlässigkeit und Sicherheit sowie minimale Baugröße.

Daher werden gegenwärtig vielfältige Entwicklungen für Miniatursensoren, extrem energiesparende Hard- und Software-Lösungen, autarke Energiegeneratoren und selbstorganisierende Netzwerke betrieben.

Mit der massenhaften Verbreitung von Sensornetzwerken entstehen zudem eine Reihe folgenreicher gesellschaftsrelevanter Probleme, die darzustellen, zu diskutieren und zu klären sind. Dazu zählen die gesellschaftliche Akzeptanz einer – technisch möglichen – vollständigen Überwachung nahezu aller Lebensbereiche durch allgegenwärtige Monitorsysteme, die Auswirkung einer alle bisherigen Vorstellungen übertreffende Produktivitätssteigerung auf die Arbeitswelt und damit auf die gesellschaftlichen Strukturen bis hin zur Problemen des Umweltschutzes – etwa bei der Entsorgung von Milliarden über den Globus verteilter Sensorsysteme.

Die 3. Leibniz-Konferenz des LIFIS versteht sich als interdisziplinäres Forum für die Darstellung und Diskussion dieser die absehbare Zukunft unserer Gesellschaft wesentlich bestimmenden Entwicklungstendenzen.

Solarzeitalter 2006 - Stoffproduktion im Solarzeitalter

Best Western Hotel am Schlosspark, Lichtenwalde
11.05.2006-13.05.2006

Die 2. Leibniz-Konferenz stand konzeptionell in der Nachfolge der im September 2003 veranstalteten 8. Augustusburg-Konferenz „Solarzeitalter - Vision und Realität“ und setzte die Bedeutung und die spezifischen Probleme der Stoffwirtschaft im Solarzeitalter in den Mittelpunkt der Betrachtung.

Dabei wird als Solarzeitalter ein Szenario der Vollversorgung mit regenerativen Energien verstanden, in dem aus Gründen des Klimaschutzes und der Ressourcen-Erschöpfung ausschließlich die fließenden Energien der Natur – Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Meeresströmung, Erdwärme – und als einzige Kohlenstoffquellen Biomasse sowie das Kohlenstoffdioxid der Atmosphäre, der Meere und technischer Abgase zur Verfügung stehen.

Nanoscience 2005

Best Western Hotel am Schlosspark, Lichtenwalde
06.10.2005-08.10.2005

Die Konferenz lud zum Dialog unter dem Begriff „Nanoscience“ ein. Mit der Annäherung an die molekularen und atomaren Dimensionen werden die Dominanz klassischer physikalischer Prinzipien weitgehend aufgehoben und neue Eigenschaften beobachtet. Als Nanostrukturen werden solche Strukturen betrachtet, die in mindestens 2 Dimensionen kleiner als 100 nm sind. Als ein interessanter Aspekt wird die Kombination von Materialwissenschaften und Molekularbiologie angesehen, die den interdisziplinären Charakter der Nanowissenschaften deutlich unterstreicht. Diesem Anliegen waren die folgenden Schwerpunkte gewidmet:

  • Nanoeffekte in Elektronik, Photonik und Biologie,
  • Nanomaterialien,
  • Nanosysteme.